“Warum Pirat?” oder “wieso nicht nur Bürger?”

Nun denn, dann will ich am heutigen Sonntagabend meinen blog mit einem ersten Beitrag füllen. Da mich die letzten paar Wochen das Thema ACTA und meine Entscheidung mich über das normale Maß hinaus politisch zu engagieren, am meisten beschäftigt hat, lag es auch Nahe, genau dies zum Thema zu machen.

Beginnen wir damit, dass ich designiertes Parteimitglied der Piratenpartei bin. Designiert deshalb, weil ich meine offizielle Unterlagen noch nicht erhielt. Dies liegt wohl auch daran, wie ich von Ludwig König gestern auf der Acta-Demo in Kiel erfuhr, dass der Schatzmeister der Piraten Schleswig-Holstein ehrenamtlich tätig ist und es jetzt so kurz vor der Wahl, einfach auch sehr viel zu tun gibt…. ihm sei verziehen :)

Warum entschied ich mich, als alter SPD-Wähler, nun nicht nur für die Abkehr von der SPD, sondern gleich für einen Parteieintritt? Nun, zum einen sehe ich keine Sozialdemokratie mehr bei der SPD und zum anderen und das ist einer der wichtigsten Punkte, ist die SPD, wie auch die anderen Volksparteien inklusive der Grünen ein träges, nichtssagendes Ungetüm ohne Gesicht und vor allem ohne Kontakt zu mir, zu uns, zum Bürger.

Das ist jedoch bei den Piraten anders. Ich habe mich die letzten Monate viel mit der Partei, dem Programm und va. und viel wichtiger mit den Menschen dahinter beschäftigt. Nicht nur, dass der Prozentsatz an artverwandten schwarzen Seelen in der Piratenpartei gegenüber allen anderen Parteien überproportional erhöht ist ;) , so sind es Menschen wie Du und ich, es SIND Bürger.

Natürlich sehe auch ich die Gefahr, dass dies nicht so bleibt. Dass, sobald der eine oder die andere in Amt und Würden ist, die Macht spürt, die einem solchen Amt innewohnt, man von dieser eingelullt wird, den Angeboten, vor allem monetärer Vorteile, nicht widerstehen kann. Doch genau hierfür haben die Piraten ein Rezept, dass alle anderen Parteien in dieser Form so nicht ihr eigen nennen: Transparenz! Das mag zuallererst nur wie ein Schlagwort klingen gar wie ein Werbeslogan, doch ich bin fest davon überzeugt, dass es das probate und vor allem einzige Mittel zu wirkungsvollen Bekämpfung von Korruption und Bürgerentfernung ist.

Auch ist die Piratenpartei die einzige Partei mit der meine Überzeugungen die meisten Schnittmengen bilden. Und längst bin ich von der Kritik abgekommen, die Piraten wären ein chauvinistischer, sexistischer Haufen, der unwillens ist, sich mit einer kritischen Genderdebatte innerhalb der Partei auseinanderzusetzen. Auch hier wurde ich eines besseren belehrt als ich mich mit den Menschen, vor allem mit den vielen Piratinnen die in Spitzenpositionen der Partei wirken, auseinandersetzte. Letztlich war es auch das Parteiprogramm, das mich bei den Punkten Genderpolitik völlig und letzlich überzeugte. In einer solchen Klarheit formuliert es keine andere Partei. Hinter diesem Programm stehe ich zu 100% und kann es mit besten Wissen und Gewissen in den kommenden Monaten des Wahlkampfes vertreten.

Abschließend will ich nun noch loswerden, dass ich nach über 15 Jahren als politisch engagierter,  erwachsener Wähler endlich meine politische Heimat gefunden habe und wer weiß, wenn ich mein Diplom in der Hand habe, kann ich mir auch gut vorstellen, für UNS Piraten zu kandidieren… das Ressort Bildung wäre für einen Diplom-Pädagogen ja wie geschaffen *schmunzel*

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