Religion-Bashing? Ja, das Recht nehme ich mir heraus!

Afghanistan, Afrika, USA, Hamburg… es gibt kaum einen Ort auf dieser Welt der nicht schon einmal Schauplatz eines Mordes, einer Hetzjagd oder einer Diskriminierung war, deren Ursache immer die gleiche ist: Religion.

Ja, es ist richtig, in den meisten Fällen handelt es sich hierbei um fundamentalistische Anhänger irgendeiner Glaubensrichtung und nicht um den “normalen” Gläubigen und man könnte auch sagen, dass Religion an sich, keine Menschen tötet. Doch Waffen töten an sich auch keine Menschen, aber niemand würde mir widersprechen, wenn ich behaupte, dass eine Waffe potentiell gefährlich ist. Doch behauptet man, dass Religion potentiell gefährlich sei, ist man sogleich, auch von liberaler Seite, als intoleranter Atheist verschrien und muss sich gegen Vorwürfe rechtfertigen, ein Anti-Islamist (das ist z.Z .sehr “en vogue”, wenn man sich offen gegen Religion stellt) zu sein oder einfach nur ein verbitterter “Religion-Basher”.

Nun, ich bin sicherlich kein Anti-Islamist, sondern einfach nur ein “A-nti-Theist”. Es macht mich einfach so unglaublich wütend, wenn Menschen andere Menschen töten, verletzen oder einfach nur ausschließen und verurteilen, aufgrund eines reinen Gedankenkonstruktes, das lediglich auf Glauben basiert und von den meisten Gläubigen ohne jegliche Reflexion als wahr und real hingenommen wird. Religion ist für mich persönlich die Wurzel so vieler Übel, so vielen Mordens, so vielen Ungerechtigkeiten. Sicherlich, viele Morde der letzten Jahrtausende waren politisch motiviert und die Religion wurde lediglich als Alibi vorgeschoben. Doch wer tat das? Die Mächtigen, die, die  bereits um die Wirkung von Religion auf Volksmassen wussten. Die Empfänger des Alibis, die Gläubigen, nahmen es meist unreflektiert hin und waren mit jedweder Entscheidung, die die Mächtigen trafen, einverstanden. Auch wenn es hieß, Menschen zu töten.

Ich will auch sicher nicht eine Religion als schlimmer als die andere anprangern, nein, für mich ist jede Religion gefährlich, da ich das Konzept an sich kritisiere. Religion zersetzt schon seit jeher unsere Gesellschaft, hinderte uns Jahrtausende daran, frei und ohne Angst zu denken, zu leben, zu sein. In Ihrem Namen starben Millionen von Menschen und das schlimmste, bis heute! In unserer ach so aufgeklärten Zeit, müssen Menschen sterben, weil die eine Religion sagt, homosexuell zu sein, sei falsch; müssen Menschen sterben, weil die andere Religion sagt als Frau darf man nicht fremdgehen; müssen Menschen sterben, weil eine weitere Religion sagt, dass man seinen Mann in den Tod begleiten muss, wenn dieser stirbt. Und immer ein Grund, dass Menschen sterben, ist die Tatsache, dass die eine Religion die wahrhaftige ist, und die andere somit falsch und ergo vernichtenswert. Deswegen dürfen jahrtausendalte Statuen der einen Religion gesprengt werden, den Qur’an zu verbrennen ist jedoch Grund genug Menschen zu erschießen.

Das ist ein weitere Grund, der mich so unglaublich wütende macht: Die Bigotterie! Die meisten Religionen reden groß und ausführlich über Toleranz, Nächstenliebe und Gutes zu tun. Doch selbst ein Großteil der gemäßigten Anhänger der meisten Glaubensrichtungen erachten Homosexualität als Affront gegen ihren jeweiligen Gott, erachten überhaupt jegliche sexuelle Praxis, die nicht im Einverständnis mit den jeweiligen Glaubensvorschriften sind, als falsch und somit als im günstigsten Falle als nicht förderungs-, im schlimmsten als verachtenswert. Wenn die meisten Religionen nicht so ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein hätten, wäre dies auch nicht problematisch, aber dem ist leider nicht so. Geradezu aggressiv, werden Nicht- oder Andersgläubige verfolgt, diskriminiert, im harmlosesten Falle versucht zu bekehrt… doch bereits hier geht es aus meiner Sicht zu weit!

Um das ganze nochmals zu verdichten und klarzustellen und va. um Missverständnisse auszuräumen. Ich habe nichts gegen Menschen, denen Religion hilft, sich wohler zu fühlen, sich Ängste zu nehmen, sich geborgen zu fühlen. Es gibt auch Menschen, die leben einfach besser, wenn ihnen klare Vorschriften oder Richtlinien gegeben werden. Das ist in Ordnung. Ich muss das nicht für Gut heißen, ich muss das nicht mögen, aber ich akzeptiere, dass jemand dies so für sich entschieden hat. Und genau das erwarte ich aber auch von religiösen Menschen. Ich meine damit nicht, dass sie mich nicht kritisieren dürfen, ich werde schließlich auch weiterhin Religion für Blödsinn erachten, aber ich schlage deswegen keinem Gläubigen den Schädel ein, oder spucke ihn aus Abscheu an. Genau hier liegt nämlich der feine Unterschied zwischen religiöser Pseudotoleranz der meisten Gläubigen und der Toleranz die ich erwarte. Wenn Toleranz wahrhaftig in Religionen Einzug hielte, wären solche Blogeinträge auch überflüssig und ich würde mich freuen, wenn ich das nicht hätte schreiben müssen. Doch solange Religion, ja, ich meine Religion an sich, Ursache für soviel Leid und Elend ist und Toleranz weiterhin nur als Einschränkung bei der “Schäfchenrekrutierung” oder als Störung beim Umgang mit Ungläubigen erachtet wird , werde auch ich intoleranterweise weiter Religion bashen!

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2 Responses to Religion-Bashing? Ja, das Recht nehme ich mir heraus!

  1. Meh. Langweilig. Schon tausendmal gelesen.

    Yadda yadda, Religion ist voll gefährlich, bla bla, wir Atheisten sind die Opfer, blubb, die sollen aber auch tolerant sein, laber palaver, wir sind besser als die.

    Anstatt dich wie alle anderen in Gemeinplätzen zu verlieren könntest du ja mal das “Konzept Religion” näher erläutern, dass du scheinbar da ausgemacht hast.

  2. nagumo says:

    Stimmt, wann hoeren endlich die Juden auf, sich ueber die Ungerechtigkeit, die ihnen widerfuhr zu beschweren, die anderen sind doch auch Opfer gewesen… und wann hoeren Frauen endlich auf, zu whinen, dass das bloede patriarchale System daran Schuld ist, dass es ihnen die letzten Jahrhunderte so Scheisse ging, schliesslich geht es den armen Maennern jetzt ja auch so beschissen… Ach ja, genau und wieso machen denn die doofen Schwulen immer noch so daemliche CSDs… muss doch echt nicht sein… wieso sich ueber Vergangenes beschweren, warum sich aufregen!

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