Die Krypta

Achtung! Die folgenden Zeilen enthalten pornographischen Wortlaut. Auch ist der Text völlig ohne politischen Bezug. Es ist reine Prosa und zum reinen Vergnügen geschrieben. Wenn Du Dich an all dem nicht störst, freue ich mich, wenn Du weiterliest,andererseits kannst Du Dich ja wieder den wissenschaftlichen oder politischen Blogeinträgen widmen.

 

Vorwort:
Es handelt sich bei dieser, wie bei einigen meiner Geschichten, um eine Vorlesegeschichte. Dies erklärt vor allem die vielen “…” Sie dienen dem Leser rein zur Erleichterung des Einfügens von Spannungs- und Sprechpausen.

Es ist Abend, der Mond lässt sein fahles Licht über einen obskuren Wald fallen… Es ist warm, denn die Sonne ward noch unlängst am Himmel gestanden und wärmte das Unterholz….
Du schreitest durch jenen verwunschenen unwirklichen Wald… in der Ferne erblickst Du eine Ruine, schemenhaft vom Monde bestahlt…. Du eilst in jene Richtung… irgendetwas dort, zieht Dich magisch an…
Der Weg nimmt leicht an Steigung zu… oben angekommen, durchläufst Du einen Torbogen aus altem Steine… Nun stehst Du im Burgfried…
Dunkelheit…
ein leichtes Frösteln durchfährt Deinen Körper… trotz der angenehmen Temperatur, denn die alten Steine haben die sonnige Wärme immer noch gespeichert und geben sie nun langsam an die Umgebung ab…
Doch was ist das? Ein Eingang, der Dir vorher entgangen war… eine Treppe führt nach unter… Licht? Du bist Dir sicher, dass dort unten eine Lichtquelle ist….
Du gehst auf den Eingang zu… nun weißt Du was es ist, es ist die Krypta… ein weiteres Mal durchfährt Dich ein Frösteln…
Du gleitest vorsichtig die Stufen hinab… jetzt weißt Du auch, was die Lichtquelle sein muss… nach dem warmen und bewegten Licht zu folgern, kann es sich nur um Kerzenschein handeln…. Du gehst tiefer hinab…
Du stehst nun in einem Raum… in der Mitte des Raumes, steht ein erhöhtes Podest… vermutlich ein Altar oder sogar ein Sarkophag… aus massivem, schwarzem Marmor, doch auf ihm liegt ein samtig glänzendes Tuch auch tiefschwarzem Brokat… in den Winkeln des Raumes, stehen riesige Lüster aus Silber, dessen Kerzen den Raum in unwirkliches Licht tauchen…
Du kannst nicht anders… all Dein Verstand sagt Dir zwar es nicht zu tun, aber irgendetwas veranlasst Dich dazu, Deinen Leib auf dem Samt zu betten… Du liegst… schließt die Augen und genießt dass weiche Lager… Schritte! Du bist Dir sicher, Schritte gehört zu haben…. Ein leichter Wind durchfährt den Raum… Du spürst… nein Du bist Dir sicher, dass jemand hinter Dir steht…. Du bist wie paralysiert… willst Dich umdrehen, doch ein leichter Schauer hält Dich davon ab…
Dann hörst Du eine Stimme… eine tiefe, wunderschöne Männerstimme, die Dir durch Mark und Bein fährt…. “Schließt Eure Augen, Oh wunderbares Wesen der Nacht….” Du machst wie Dir gesagt…. Die Gestalt tritt näher… sie steht nun hinter Dir, Du liegst auf dem Podest, und hast Deine Augen geschlossen… wartest darauf, was nun geschehen wird….
zarte, sanfte Hände berühren Dich… durchstreifen Dein Haar… noch immer zeigt sich die Gestalt nicht, noch immer steht sie hinter Dir…. die Hand bewegt sich nun an Deinem Halse hinab, streichelt Deine Seite, während der Unbekannte sich wohl auf der linken Seite an jenem Steinaltar vorbei bewegt… aber nie seine Hand von Deinem Leibe weichen lässt….
Er steht nun am Fußende… seine warme, und sanfte Hand umfasst Dein linkes Bein, Du spürst seine Nägel leicht in Deine Haut eindringen…. Er besteigt den Stein… Du kannst Ihn über Dir spüren, Du riechst ihn… ein sehr angenehmer und erotischer Duft… Du kannst ihn nicht zuordnen, aber er durchfährt Deinen Körper wie nie ein Duft zuvor…. Du spürst, dass Sein Haupt Dich dem Deinen nähert… er beugt sich zu Deiner Seite und flüstert Dir zu: “Öffnet Eure Augenlider, Maid…. seht mich an!”
Du öffnest sie langsam… Nun siehst Du jene Gestalt, die bisher im Verborgenen lag… Über Dir, im Halbschatten des fahlen Kerzenlichts verborgen, erhebt sich eine Figur, die langen, schwarzen Haare verdecken zu Teilen seine weißen Gesichtszüge… Augen, die wie Feuer flammen, sehen Dich leidenschaftlich an, Sein langer, schwarzer Mantel ist leicht geöffnet, darunter siehst Du die ein wenig seiner nackten Haut, die aus dem tiefen Ausschnitt seines barocken Hemdes hervorzeigt….Eine schwere, silberne Guertelschliesse, glänzt an seiner Hüfte, welche den Übergang zu seiner eng anliegenden Hose bildet, deren Stoff Dich an Lack oder Leder erinnert…. Er ist komplett in schwarz gehüllt…
“Genießt, und schenkt mir diese Nacht, so wie ich sie auch Euch schenken will!”
Sein Handrücken liebkost bei jenen Worten Deine Wangen, Du siehst nun seine Hand… lange, schmale und sehr gepflegte Finger… schöne, lange und spitze Fingernägel…
Du schließt für einen Moment wieder Deine Lider und ohne es bewusst zu wollen, entfährt Dir der Satz: “Ich schenke Euch meine ganze Leidenschaft… meinen Leib, der sich nach Extase und Berührung sehnt, Ich will Euch spüren, will Euch Küssen, will Euch schmecken….”
Der Unbekannte wirft seinen Mantel ab, schmeißt ihn hinter sich… sein Haupt wirft seine langen Haare nach hinten, so dass sein Gesicht nun freier liegt…. Seine Hände umgreifen Deine Handfesseln…. Du wirfst Deinen Kopf leicht nach hinten…
Deine Hals liegt nun völlig frei…… Du spürst, wie Dich sanfte Lippen berühren… wie sie Deinen Hals abwandern… Du spürst, wie sich zarte Bisse in Dein Fleisch vergraben…. Dein Körper bebt vor Erwartung… Immer noch hält er Dich fest in seinen Händen… Seine Lippen wandern tiefer…. Du spürst, wie sie Deine Brüste vom Stoffe befreien, welcher sie vorher verhüllte… Dein Oberkörper liegt nun völlig bar… Seine Hände lösen Ihren Griff, und wandern langsam an Deinen Armen hinab… nun umfassen sie Deinen Oberkörper, streicheln ihn, liebkosen ihn, während seine Zunge und seine Lippen Deine zarten Brust schmecken… Du spürst seine Zunge mit Deinen erregten Knospen spielen, und spürst auch, wie er sie mit einem leichten Beißen in noch stärkere Erektion verfallen lässt….
Deine Arme, die nun frei von seinem Griff sind, greifen nach seinem Rücken… Deine Hände krallen sich tief in sein Fleisch… Du spürst, wie ihm ein Hauch der Erregung entfährt… Sein Haupt senkt sich tiefer an Deinem Körper hinab… seine rechte Hand, umfasst nun Dein rechtes Bein und bewegt sich sachte an ihm hinauf… Du spürst wie sie die Innenseite Deiner Schenkel erreichen, und Deinen Rock langsam nach oben geschoben hat….. Er erhebt sich kurz…. Beugt sich über Dich, sein Haupt befindet sich auf der Höhe Deines Bauches… vergräbt sich in tiefer Lust in Deinem Leib, während seine Hände nun auch den letzten Stoff Deines Körpers entfernen… Er kniet nun über Dir… Du liegst befreit unter ihm und Deine Hände greifen nach seinem Hemde… Reißen es ihm vom Leib… Deine Finger öffnen die silberne Schließe und befreien ihn letztendlich gänzlich…..
Du kannst Ihn nun in voller Erregung erblicken… und er Deinen in warmes Kerzenlicht getauchten Körper ebenfalls betrachten….
Ein Blick, den Du durch seine Haare hindurch erhaschen kannst, signalisieren tiefste Lust und Begierde…..
Er ergreift mit festem Griff Deine Schenkel… Du lässt Deinen Körper nach hinten fallen….. Du spürst seine Lippen Deinen bebenden Schenkel hinaufwandern… immer näher kommen sie dem Zentrum Deiner Lust, Deines Verlangens….. Sein Haupt vergräbt sich in Deiner Scham, Seine Zunge spielt mit Dir, seine Lippen kosten von Dir…. Dein Körper beugt sich vor Ekstase… während seine Hände sich tiefer in Deinem Fleisch vergraben und die Begierde in Dir schier unendlich wird, entfahren Dir Schreie der Lust….. Du genießt, und lässt Dich weiter fallen…. Er beugt sich nun über Dich… immer noch Deine Schenkel umfassend, küsst Ihr Euch voller Leidenschaft und Begierde… Du kannst seine Erregung spüren… aber Du willst mehr, Du willst ihn in Dir spüren, willst es jetzt, jede Faser Deines Körpers schreit danach…. Du spürst, wie er langsam in Dich eindringt….. sich viel Zeit lässt, dass Du jeden Zentimeter vernehmen kannst der Dich tiefer ausfüllt….. Du hältst es kaum noch aus… drückst ihn gegen Dich, willst ihn ganz tief spüren…. Im tiefen Akt versunken, genießt Ihr Euch, küsst Euch, leckt Euch, beißt Euch….. lässt Euch süße Schmerzen fühlen, der Altar bildet viel Platz…. er dreht Dich, Du liegst mit dem Bauch auf dem weichen Samt…. er liegt auf Dir und dringt wieder tief in Dich ein, versetzt Dich in Ekstase, Du spürst jeden Stoß mit tiefster Erfüllung…. Er ergreift Dich… zieht Dich nach oben… krallt sich in Deinen Rücken….. er dreht Dich wieder… Du befindest Dich am Rande des Steines, er steht vor Dir am Boden…. Du ergreifst sein Haupt, krallst Deine Finger in seine schweißgebadeten Schultern, während er vor Dir steht und den Akt nie enden lässt….
Er hebt Dich an… dreht sich mit Dir um die eigene Achse und drückt Dich an die efeu-bewachsene Wand der Krypta… Du spürst, seinen heißen Atem, während er Dich immer noch hebt und tief in Dir ist…..er lässt Dich hin stehen… Du drehst Dich mit dem Gesicht zur Wand, stützt Dich mit Deinen Händen an dieselbige, und lässt Dich nun weiter verwöhnen, seine Zähne graben sich tief in Deine Haut, während tiefe Stöße Dich dem Höhepunkt immer näher bringen…. Seine Hände umgreifen Deine, die auf der Mauer stützen, tief greifst Du zu… der kleine Tod ist nun ganz nah… Du schreist, er solle stärker, er solle tiefer stoßen… da ist er…
Schreie, wie Du sie noch nie geschrien hast, entfahren Deinem Mund… Deine Finger krallen sich in den Efeu und in Die Hand, die Dich ergriffen hat….
Der Kleine Tod ergreift von Dir besitz und lässt Dich taumeln….
Eure schweißgebadeten Körper umarmen sich, genießen die Wärme und den Geruch des anderen… lassen Euch versinken in tiefster Befriedigung… so liegt ihr noch lange da… streichelnd, küssend, und das Geschehene noch vielmals wiederholen, bis die Sonne die ersten Strahlen in die Krypta gleiten lässt….

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Die Kapelle

Achtung! Die folgenden Zeilen enthalten pornographischen Wortlaut. Auch ist der Text völlig ohne politischen Bezug. Es ist reine Prosa und zum reinen Vergnügen geschrieben. Wenn Du Dich an all dem nicht störst, freue ich mich, wenn Du weiterliest,andererseits kannst Du Dich ja wieder den wissenschaftlichen oder politischen Blogeinträgen widmen.

 

Vorwort:
Es handelt sich bei dieser, wie bei einigen meiner Geschichten, um eine Vorlesegeschichte. Dies erklärt vor allem die vielen “…” Sie dienen dem Leser rein zur Erleichterung des Einfügens von Spannungs- und Sprechpausen.

Die alte verfallene Kapelle liegt einsam, umringt von Trauerweiden, auf der kleinen Insel in mitten des Sees. Der blutrote Mond färbt das ruhige Gewässer in ein unwirkliches violett. Der Kahn, der die Frau in schneeweißem Tuch, an das Ufer der Insel übersetzen will, durchbricht bei jeden Ruderschlag, den der Fährmann vollführt, mit einem holzigen Ächzen, die Stille der Nacht.

Aus der Ferne kann man ein fahles Licht erkennen, welches die Ruine von innen heraus leuchten lässt und ihr einen fast beruhigenden Heiligenschein verleiht. Nackte Füße betreten den Steg. Es ist kühl, doch dies lässt die unbekannte Schönheit nicht erzittern. Der Fährmann legt ab, ohne ein Wort gesprochen zu haben. Kurz neigt die Schöne ihr Haupt in Richtung des Wassers… der Kahn ist fort… das Wasser still und jungfräulich, ganz, als hätte nie etwas seine Oberfläche befleckt. Fast hätte sie das gülden verzierte Horn fallen lassen, welches sie mit beiden Händen fest umklammert. Ihr ward aufgetragen worden, dies Horn an jenen Ort zu tragen. In einem Traum. Einem Traum, der ihr realer vorkam, als dies alles hier. Der Wind beugt die Trauerweiden, so dass sie den Blick zur Kapelle freigeben und ein kleiner Pfad zum Vorschein kommt. Doch warum weht Ihr Kleid nicht, warum spürt sie nicht den angenehmen Odem der Windgötter in Ihrem Haar… da wird Ihr bewusst, dass keinerlei Winde wehen… es herrscht Stille um sie herum, absolute Stille.

Doch trotz dieser Windstille, fröstelt es sie leicht. Die Unheimlichkeit dieses Ortes und das Bewegen der Bäume ganz ohne elementare Einflüsse, ließ sie erschaudern. Ihre Haut, leuchtend, weiß wie die Federn eines Schwanes, richtete sich ob jenes Schauderns auf. Ihre Brustwarzen verhärteten sich und im Lichte des Mondes, welches das leichte Kleid durchschien, waren sie nun unübersehbar, da sie sich fest an den seidenen Stoff pressten was Ihrer Schönheit Reize noch mehr Ausdruck verlieh. Der Pfad vor Ihr glich einer Markierung, jetzt sah sie auch, dass das Blätterwert der Bäume, welche den Pfad begrenzten, von Myriaden Glühwürmchen umsäumt zu sein scheinen, die den Pfad in ein obskur, grünliches Licht tauchten.
Sie schritt auf den Pfad zu, es ward Ihr, als werde sie gerufen, auch wenn sie keine Stimme vernahm. Etwas… etwas am Ende dieses Pfades, zog sie an.
Der erste Schritt auf dem Pfad getan, bemerkt sie die Rosen, die diesen durchdringen. Dornen, scharf wie Dolche, bohren sich in Ihr Fleisch. Doch der Ruf, die Kraft die sie spürt, ist zu groß, als dass sie jetzt inne halten könnte… sie schreitet weiter… spürt jeden Dorn, jeden Stich und jede Wunde, die Ihr gerissen wird. Blut, rot und warm, rinnt ihre langen Beine hinab, hinterlässt eine Fährte des Schmerzes.
Tränen der Pein liegen in Ihren Augen… und doch, durch die Verschwommenheit ihres Blickes, erkennt sie Ihr Ziel. Ein Altar. umringt von hunderten kleiner Kerzen am Boden und im Gebälk der Kapelle… und hinter ihm steht Er… Er, der sie rief… Er, wegen dem sie den Dornengang lief. Er, wegen dem sie den Schutz und die Geborgenheit ihrer Heimat verließ. Er, der ihr im Traum erschien und sie mit tiefer, unendlicher Sehnsucht erfüllte, welche die Schönheit veranlasste, Ihm zu folgen. Am Ziele angekommen, strauchelt sie… und will sich fallen lassen. Er ist da…er empfängt sie und hindert sie am Fallen… wie geschah dies! Wie kann ein Wesen dieser Welt an zwei Orten zur gleichen Zeit sein… doch am Altar steht er nimmer… Wie ist das möglich… Niemand, kein Wesen das sie kennt, ist so schnell!
“Fürchte Dich nicht, meine Schöne…. Du bist in Sicherheit und am Ziele”
Die tiefe, ihr unglaublich vertraut wirkende Stimme, wirkt auf Ihren Geist und Ihren Körper wie ein Jungbrunnen. Die Stimme war von solcher Leidenschaft, von einer solchen Dominanz, dass sie Ihr durch Mark und Bein ging.
Er hob sie an, und legte sie vorsichtig aber bestimmend auf den Altar.
Im Scheine der Kerzen, sah sie ihn nun genau…. Sein Oberkörper war frei von jeglichem Stoffe, seinen Unterkörper bedeckt eine enge, schwarze aus Leder gefertigte Beinbekleidung. Sein Haar fällt glatt und lang über seine Schulter und verdeckt zu Teilen sein Antlitz.
Er beugt sich zu Ihr, seine Hände berühren das seidene, vom Blut getränkte Kleid… Er legt seine flache Hand auf Ihr Gesicht, der Geruch von tausenden Essenzen werden von Ihr vernommen, während er vor Ihr steht, und sie den Oberkörper leicht in seine Richtung gebeugt, die Beine vor ihm gespreizt, Ihm einfach walten lässt.
Seine Hand wandert langsam von Ihrem Gesicht, streicht zart Ihre Wangen und hält am Saume Ihres Dekolleté inne, ergreift den Stoff und zerrt ihn der weißen Schönheit innerhalb eines Augenschlages von ihrem Körper… Ihr entfährt ein leichtes Stöhnen, Ihr Körper empfing bei diesem unerwarteten Akt, ein Gefühl der Wollust und der Erwartung auf das Kommende. Wie sehr sehnte sie sich nach Ihm, obgleich sie ihn nie sah, ihn nie sprach, ihn einfach nur immer gewahr!
Er sprach nur noch eines, bevor er seinen Oberkörper in ihre Richtung beugte und mit seinen Lippen, Ihren, vor Erwartung zitternden Leib, liebkoste und mit seinen Händen, seinen zarten, grazilen Fingern, Ihre Brust umfasste um sie fest zu greifen und seine langen, weißen Nägel, sanft in ihr zu vergraben: “Genieße, Schönheit! Wir werden genießen, wovon nicht einmal Götter zu träumen wagen, wir werden uns vereinen, auf eine Weise, wie es selbst Aphrodite nie erlebte… öffne Dich mir und sei mein!”

Die letzten Worte verließen seinen Mund und zugleich vergrub er sein Antlitz zwischen Ihren großen, weichen Brüsten. Seine Zunge bewegte sich von deren Mitte hinauf zu Ihren halberregten Knospen, die er nun, mit leichtem Saugen, zur Gänze aufrichtete. Seine Zähne bissen zärtlich bis fest in Ihre erregten und zudem jetzt sehr empfänglichen Brustwarzen. Der süße Schmerz, den sie empfing, ließ sie leicht erbeben. Seine Hände hielten Ihren wunderschönen Busen immer noch fest umklammert und doch sein Haupt glitt nun ihren zitternden Bauch hinab, immer begleitet von Küssen und lustvollem Streichen seiner feuchten Zunge, bis es sein Ziel, die völlig entblößte und haarlose Scham zwischen Ihren weit gespreizten Beinen erreichte. Voller Genuss labte er sich an Ihrer feuchten Grotte, die pulsierend vor Lust geschwollen, Ihre Begierde verriet. Seine Zunge glitt zwischen Ihren inneren Lippen genüsslich nach oben, um dann an Ihrer empfindlichsten Stelle zu saugen und gleichzeitig mit ihr diese mit kreisenden Bewegungen zu stimulieren. Dies lies die Schone noch mehr erbeben und erregte sie so tief, dass sie Ihre Hände seinen Kopf ergriffen, fast schon roh, um ihn spüren zu lassen, wie sehr sie es genoss. Seine Zunge glitt wieder hinab, ließ von Ihren Kitzler ab und stieß sie zwischen Ihre Lippen, konnte sie so noch besser schmecken, den Saft Ihrer Lust genießen um sich so noch weitere Erregung in sich aufzunehmen. Die feinen Stöße taten gut, doch sie will jetzt mehr, sie will auch ihn schmecken, will seinen ersten Nektar der Erregtheit auf Ihrem Gaumen spüren. “Zieh Dich aus, Prinz der Nacht, ich will mich an Deiner Männlichkeit ergötzen, will an Ihr saugen und ihn dann tief in mir spüren!” Der Prinz ließ langsam von Ihr ab. Sein Gesicht war nun ganz zu sehen… ein leichtes Glänzen auf seinen Lippen, ließ in zärtlich erschienen doch seine Augen waren von einer Eindringlichkeit und gleichzeitigen Sinnlichkeit, die sie vor Lust nach ihm erschaudern ließ… sie musste ihn erst Küssen, bevor sie sich ihm hingab… Er stand vor Ihr und sie erhob sich, sie standen nun auf Augenhöhe, da vor dem Altar ein winziger Absatz war, gerade soviel, dass er die wenigen Zentimeter, die sie trennten, ausglich. Sie umgriff seinen Kopf, krallte Ihre rechte Hand in seine schwarze Mähne, während die linke fordernd die Schließe und Knöpfe seiner Hose öffneten, dies hinab gleiten ließ und fest sein zu unwirklicher Härte erregtes Glied ergriff, um ihn dann voller Inbrunst zu Küssen… es war ein Kuss, der so nur einmal geküsst wird… nur einmal in Jahrtausenden… Hero und Leander… Amor und Psyche… Romeo und Julia… sie küssten ihn, den einen, den tiefsten aller Küsse… und nun auch sie!
Emotion und Begierde, Fleischeslust und Zärtlichkeit, Sexualität und innerste Verbundenheit waren nun eins, bildeten eine kosmische Einheit der Vereinigung, derer sie sich nun nicht mehr erwehren konnte…. Gierig biss und küsste sie sich langsam seine Brust herab, um dann fast schon grob vor Lust, sein kräftiges, auch völlig freigelegtes Glied zu umfassen, welches nicht nur stattlich war, sondern auch von perfekter Form und Gleichheit. Dieser Anblick ließ sie nur noch fester saugen, ihm jeden kleinsten seiner Erregungsfeuchte entlocken und ihn vor Lust seinen Oberkörper, auf dessen Brust und Bauch ihre linke Hand sich tief in sein Fleisch grub, nach hinten beugen. Sie konnte nun nicht mehr warten. Am Boden vor dem Altar lag Ihr zerfetztes Kleid, sie ließ sich drauf nieder, sein Glied aber immer noch in der Hand haltend, so dass er folgen mussten- Weit spreizte sie nun Ihre Beine, er noch über Ihr stehend, entblößte Ihre zutiefst feuchte Scham und blickte ihn einfach nur an… er verstand. Auch er war voller Unrast, er wollte nur eines, in Ihr sein. Der Dunkle Prinz kniete sich vor ihr, packte dann Ihre festen, langen Unterschenkel, beugte sich dann Ihrem Leib zu, sah Ihr tief in die Augen und trieb sein hartes Fleisch langsam aber sehr bestimmend in Ihren Leib, sie dabei immer ansehend um Ihre Erregung und Erwartung zu genießen. Als er das erste Eingleiten zutiefst auskostete, bewegte er seine schlankes Becken in leichtem Kreiseln, sie spürte dies in Ihrem Unterleib, sein hartes Glied, vom Pulse vibrierend, bewegte sich in Ihr, Ihre inneren Wände entlang reibend. Dann begann er langsam zu stoßen, langsames Eingleiten, doch kurz vor dem Ende tief und kurz zustoßend. Dieser jeweils zum Ende hin gewährte harte schnelle Stoss, entring ihr jedes Mal ein leises Stöhnen, das nun an Volumen und Lautstärke gewann, da sein Rhythmus nun zulegte. Ihre Arme umfingen seinen Körper um mit deren Händen tiefe und blutende Striemen in seinen Rücken zu zeichnen, diesen Schmerz genießend, trieb ihn das noch mehr an. Auch er stöhnte, und atmete laut und fest. Er wollte sie drehen, doch dann könne er Ihr Antlitz nicht mehr erblicken, Ihre Anspannung und Ihre Schmerzen gleichenden Züge ihres Gesichts nicht mehr erleben, so ließ er es und genoss weiter, die nun immer wilder werdenden Stöße und den süßen Schmerz Ihrer Nägel, die sein Fleisch aufrissen. Die blonde Schöne, ergriff sein Becken von hinten und presste es zwischen Ihre Schenkel, die sie nun weit nach oben streckte, parallel zwischen seinem Haupt, dass er so tief als möglich in sie stoßen sollte, so tief, dass sie es gar schon schmerzte, aber die Gier diese Tatsache zunichte machen ließ. Er biss Ihr fest und feucht in Ihre Fesseln, die nun sein Haupt umschlungen. Beide, sie und er, spürten, wie die elektrisierende Spannung des Höhepunkts, von Ihren Körper Besitz ergreifen wollte… noch ein paar wenige feste und ausfüllende Stöße, dann erreichten sie ihn gemeinsam und er konnte sich in Ihr ergießen, während sie die Wellen der Lust über sich ergehen ließ… Jetzt, noch ein letztes Eindringen… es ward dem Tode gleich… Muskeln spannten sich, Leben entwich und machte unendlicher Klarheit ob des eigenen Körpers platz… ekstatischer Schmerz und zugleich ein unendlich scheinendes unbeschreibliches Gefühl durchwanderte die beiden Leiber in immer wiederkehrenden Blitzen… die Seele entwich für einen kurzen Augenblick den Körper und erlabte sich an dem Geschehen unter ihr….

Das Gefühl, wich nun einer Glückseligkeit, die beiden sich gerade Liebenden, in tiefster Zuwendung zueinander, regungslos ineinander liegen ließ. Die Zeit steht still, sie ward auf ewig an diesem Ort gefangen. So wie auch sie gefangen waren, und nur die Götter wissen, ob ihnen je wieder eine Gelegenheit gegeben wird, das Erlebte zu halten und auch in Zukunft erleben zu dürfen. Der Gedanke, sich zu trennen, machte ihr Angst… Doch es musste sein, ich muss wieder ziehen, dachte die Schöne, dies ist nicht das meine, da meine ist woanders…. dies ist seine Welt, eine Welt der sie nicht widerstehen konnte, da er sie rief, doch es ist falsch… Ist es das? Sie weiß es nicht, sie war verwirrt, tausend Gedanken gingen ihr durch den Kopf… Sie schaute ihn an, er blickte Ihr tief in die Augen… doch sie erkannte seine Trauer, er wusste ob Ihres Konflikts… langsam stand er auf, Ihre Hand fest in seiner haltend.
“Du musst nicht gehen, mein Engel, das weißt Du, nicht wahr?”
“Doch… wir beide wissen es… dies ist ein Traum, dies ist nicht meines! Nicht meines…!” und sie lief… lief ohne Zurückzuschauen, ohne Abschied… von Tränen erfüllt, die vom Schmerze der Trennung erzählen…. Es darf nicht, nein es darf nicht sein….

Es ist nicht meines!

Ende?

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Der Sturz der Engel – Eine Kurzgeschichte zum Erfolgsspiel Diablo© II

geschrieben ca. 2005.

Der Sturz der Engel

Bitterkalt war es am Fuße des Berges. Der Veteran, der wohl schon so einige kalte Tage erlebte, war durch und durch von der Kälte eingenommen. Wie lange er hier, inmitten des Nirgendwo, schon lag, kann er nicht mehr nachvollziehen. Zu schwammig ist seine Erinnerung im Bezug auf seine just erlebten Ereignisse. Er weiß wohl, dass er eine schwere Aufgabe hinter sich gebracht hat, und er weiß ebenso, dass diese ihm auch nie mehr aus dem Gedächtnis zu verbannen ist. Eine Reminiszenz ergreift von seinem Geist besitz:
Muss es schaffen… Noch ein paar Hiebe… Ich kann es schaffen… Nicht der Keil aus Eis… Nein! Nein! Ich bin stärker, ich bin zäher, ich bin mächtiger als Du… Baal! Jetzt erinnert er sich wieder. Das letzte was er sah, bevor er mit dem Engel Tyrael sprach und dann durch das Portal schritt, war der Fall des mächtigen Dämons Baal. Er hatte ihn besiegt, er kann es kaum fassen. Noch vor wenigen Monden, als sein Stammesvater ihn bat für den Clan der weißen Schakale in den Krieg gegen die Dämonenhorden zu ziehen, waren Dämonen, Engel und Magie etwas, dass er nur aus den Erzählungen seiner Stammesältesten kannte. Und nun hatte er, der ewige Zweifler, das Erzböse selbst besiegt. Baal, der Mächtigste des Dämonen-Triumvirats, fiel durch sein Schwert, geführt von einem Sterblichen.
Doch nun genug in glorreichen Erinnerungen geschwelgt, dachte sich Wulf. Die Realität der rauen Umgebung, die selbst einem Barbaren, wie er es war zu schaffen machte, riss ihn jäh aus seinem Gedankenfluss. Er wusste, fände er nicht schnell trockene Kleidung, würde ihn alsbald eine aus der Kälte resultierende Müdigkeit übermannen, aus der er mit Sicherheit nicht mehr erwache.
Es war mindestens fünfzehn Grad kälter geworden hier am Fuße des Arreats. Er erinnerte sich noch an die Tage, an denen er hier entlang kam und Seite an Seite mit seiner treuen Gefährtin Shiitora gegen Horden von Bestien kämpfte. Der Gedanke an die wackere Zauberin rief ihm wieder Ihren entsetzlichen Tod ins Gedächtnis. Nilhatak, dachte er, dieser elendige Verräter. Die einzigste Genugtuung die er hatte war die Gewissheit, dass auch dieser durch den wirbelnden Einsatz seiner zwei hellleuchtenden, kristallklaren und extrem scharfen Schwerter nie mehr auch nur einer guten Seele etwas anhaben kann. Wieder riss ihn die Realität, die er mit einem müden Auge zu beobachten schien, aus seinen Reminiszenzen. Ein Licht, nicht allzu weit entfernt, erregte die Aufmerksamkeit des durchnässten und halberfrorenen Barbaren. Kann dies schon Harrogath sein, fragte sich Wulf. Es müsste nach seinen Berechnungen noch mindestens zwei Tagesmärsche entfernt sein. Nein, dachte er sich, Harrogath kann das nicht sein. Aber was dann? Sein Schritt wurde schneller. Nach den umliegenden Bergen zu urteilen, war er noch gute fünfzehn Minuten schnellen Fußmarsches von den zwei Lichtpunkten entfernt, jedoch war das Licht so erstaunlich und unnatürlich hell, dass es ihm wesentlich näher vorkam. Der gute Instinkt des Barbaren machte sich bemerkbar, dieser sagte ihm, dass hier etwas ganz und gar nicht Natürliches im Gange war. Wenn ihm die letzten Monate auch nur eines aufgezeigt haben, dann ganz Gewiss eines: Es gibt wesentlich mehr Dinge auf dieser Welt, als es der normale Verstand eines Sterblichen für möglich halten könnte.
Sein Barbareninstinkt war nun völlig erwacht. Die Müdigkeit wurde auf Grund einer erheblichen Menge Adrenalin, die gerade durch seinen kräftigen Körper gepumpt werden, komplett ignoriert. Er wusste, dass hier etwas Magisches am Gange war, soviel Gespür hatte er durch die langen Gespräche mit Shiitora mittlerweile entwickeln können. Er wusste aber nicht, ob es gut oder böse gesinnt war. Genau dies war auch der Grund für ihn, mit äußerster Vorsicht vorzugehen, und den zwei Lichtern, die sich bewegten wie er mittlerweile erkennen konnte, nur vorbereitet zu nähern. Ein lauter Schrei entrang seiner Kehle und noch einer und ein weiterer. Der Schnee um ihn herum wurde auf Grund der Druckwelle dieses enorm lauten Schreies in Bewegung gebracht. Obwohl es nicht schneite, machte es nun den Anschein, da sich der hochgewirbelte Schnee wieder langsam auf den kalten Steinboden fallen ließ. Wulf verspürte ein Gefühl, dass er immer mit Freuden genoss, wenn er seine Kriegsschreie verhallen ließ. Er fühlte sich vitaler, geschickter und zäher als noch vor wenigen Sekunden. Er fühlte, wie sich seine Haut verhärtete, wie in seinen Adern weitaus mehr Kapazität an Lebenskraft vorhanden war, als eigentlich möglich sei. Aufgrund seiner zwei Ringe und des Amuletts, die er sich nun überstreifte, bemerkte er auch, wie diese Kapazitäten sich langsam, aber weitaus schneller als normal füllten. Erst als er sich im vollen Besitz seiner Kräfte sah, streifte er die Ringe von seinen Händen und auch das Amulett, und ersetzte diese wieder durch jene, die er vorher trug. Beim Überstreifen der beiden Ringe fühlte er just auch deren Macht, die ihn, wie auch einer seiner Schreie, weitaus geschickter sein ließen. Das Merkwürde dabei war, dass man diesen Ringen mitnichten deren Macht ansah. Sie waren aus schlichtem Gold ohne die kleinste Verzierung. Sie sahen einfachen Trauringen nicht unähnlich. Genauso erging es ihm mit dem Amulett, auch dieses verlieh ihm mehr Kunst ihm Umgang mit seinen Waffen und auch mehr Kraft beim Ausstoßen seiner Kampfbefehle. Allerdings war dieses Amulett alles andere als schlicht. Man sah ihm an, dass es wohl sicherlich vor vielen Jahrhunderten für einen reichen Kaufmann oder hohen Fürsten gefertigt wurde.
Sein Atem stockte. Er war so mit dem Überstreifen seines Schmuckes beschäftigt, dass er gar nicht bemerkte wie nah er schon den beiden Lichtern gekommen war. Was sich vor seinen Augen, die er nur halb offen halten konnte da ihn das helle Licht sehr blendete, bot, übertraf wohl so einiges, was er in den letzten Monaten zu sehen bekam. Die Lichter, die er aus der Ferne sah, waren keine Feuer oder andere von Menschenhand erzeugte Lichtquellen. Die Ursachen für die beiden Lichter waren zwei Figuren von nahezu menschlicher Gestalt… nahezu! Aus den Rücken dieser beiden Figuren wuchsen zwei riesige, unglaublich schön auszuschauende membranartige Flügel. In diesen Flügeln spiegelten sich Myriaden von Lichtern, die von den Körpern der beiden Wesen auszugehen schienen. Diese beiden Engel, soviel war dem Barbaren nun klar, standen sich gegenüber. Die tödliche Spannung, die in der Luft lag, war förmlich zu riechen. Ein unglaublicher Hass war hier vorhanden. Dies war allerdings nicht nur metaphorisch gemeint, nein, der Hass der von diesen Gestalten ausging war manifestiert. Er manifestierte sich, sobald man ihn die Nähe des Lichtes trat, welches von den beiden geflügelten Körpern ausstrahlte. Dieser Hass war für jeden Sterblichen nicht nur geistig, sondern auch körperlich fühlbar. Wulf erging es hier nicht anders. Nur sein unmenschliches Stamina hielt ihn davon ab, vor Schmerzen zu Boden zu gehen. Der Barbar trat ein paar Schritte zurück. Erst als ihn keine der Auren der beiden Engel bestrahlten, gingen die Schmerzen zurück. Als sich der Barbar wieder fing, wurde ihm noch ein unfassbareres Spektakel geboten. Mit unglaublicher Agilität aber auch Härte warteten die beiden Engel ihre Waffen einander auf. Mit jeder Parade, die einer vollführte, was ein aufeinanderprallen der Waffen zufolge hatte, erklang ein ohrenbetäubendes Krachen und tausende Funken stoben aus der Prallfläche hervor. Der linke Engel, der ein mächtiges Katana zweihändig führte, war der Kampferfahrenere, dies war für den Blick eines Veteranen wie Wulf einer war sofort erkennbar. Er verhielt sich verdächtig defensiv und parierte jeden Angriff des rechten Engels mit gekonnter Bravour und scheinbarer Leichtigkeit. Was ebenfalls auffiel war, dass die Engel verschieden farbige Auren erzeugten. Die Aura des Engels mit dem Katana war mit einem leichten Goldschimmer versehen, die des rechten Engels war von leicht schwarzen Schlieren durchlaufen. Dies war erst jetzt erkennbar, als die beiden sich im Kampfe vereinigt hatten. Und von Vereinigung kann man hier durch aus sprechen. Der Kampfstil der Himmelsdiener war kaum zu unterscheiden, deswegen schien es beinahe so, als vorführten sie einen lange einstudierten Schaukampf. Auch wenn der Rechte, der mit einer von kleinen Blitzen umwobenen riesigen Sense bewaffnet war, ein wenig ungeschickter agierte, relativ zu seinem Counterpart zumindest; so hatte es schwer den Anschein, dass beide vom gleichen Lehrmeister unterrichtet wurden. Wulf leuchtete dieser Gedankengang ein, schließlich handelte es sich bei den beiden Kämpfern um Engel und diese wurden wohl auch von einem solchen unterwiesen. Ihm war allerdings unbegreiflich, warum sie mit einem solchen Hass aufeinander losgingen.
Der Katana schwingende Seraph parierte wieder gekonnt, zwei extrem schnell vollführte Manöver seines Gegners. Als hätte er auf eine solche Attacke gewartet wechselte er nun zur Offensive. Blitzschnell und mit unglaublicher Präzision führte er mindestens vier bis fünf Hiebe, die seinen Duellanten wohl so sehr überraschten, dass dieser einen Ausweichschritt machen musste. Dies hatte jedoch zum Nachteil, dass seinen Flanke für einen Augenblick ungedeckt blieb… Ein unglaublicher Schrei hallte durch das raue, schneeverwehte Eishochland. Ein Schrei den, wenn es die Götter noch gab, selbst diese hören mussten. Der Barbar war für einen Augenblick betäubt. Das Echo des Schreis war noch immer zu hören, oder zumindest in seinem Kopf so hatte es den Anschein. Als er sich wieder raffte, war ihm klar was geschehen war. Es ging alles so unglaublich schnell, dass es ihm gar nicht sofort bewusst war. Der goldschimmernde Engel zog sein rotleuchtendes Schwert aus der Seite des nun am Boden knienden Engels. Dieser war wohl im Begriff etwas sagen zu wollen, denn er öffnete seinen Mund und deutete an, dass der Sieger näher kommen solle.
Dieser aber ließ sich nicht darauf ein. Er kniete vor dem Verwundeten und sprach in einer Sprache, die dem Barbar gänzlich unbekannt war, aber es klang für ihn wie ein Gebet. Was nun passierte, verwirrte den Krieger noch mehr als es bis dato eh schon tat. Nachdem der unverletzte Engel sein Gebet beendete, erhob er sich und ließ seine Klinge in die Scheide gleiten. Anschließend baute er sich in fordernder Körperhaltung vor dem im sterben liegenden auf und sprach mit klarer, aber sehr strenger Stimme: “Mundrasil. Du bist besiegt. Und wie Dir, wird es auch all den anderen Verrätern ergehen, die es wagten gegen den Himmel zu revoltieren. All jenen, die sich vom Himmel abwandten um H’largh Turasil’s finsteren Ideen zu folgen. Deine sterbliche Hülle mag nun ruhen, aber für Dein Vermächtnis besteht noch Hoffnung, dass es wieder reingewaschen werden kann. Auch wenn Du nicht im Besitze einer Seele bist, so wird auch von Dir nach Deiner physischen Zerstörung eine Erinnerung bleiben. Willst Du, dass diese auf ewig mit der Schmach des Verrats beschmutzt ist? Wenn nein, dann sage mit Deiner letzten Lebenskraft von Deinen Fehlern ab und reihe Dich wenigstens nach Deinem Tod in die Ränge des Guten wieder ein!”
“Niemals…” war alles was Mundrasil noch aussprechen konnte, bevor sein Körper in sich zusammen sackte.
Ein von bitterer, und tiefster Traurigkeit erfülltes “Nein” erfüllte die Nacht. Der Sieger fiel auf die Knie und verdeckte seine Augen mit seinen Händen. Wulf stand einfach nur fassungslos da. Was meinte er mit Revolution und wer war H’largh Turasil ? Er hatte diesen Namen noch nie gehört. Der einzigste, der ihm darauf Antworten geben konnte, war dieser kniende Seraph. Vorsichtig näherte er sich ihm. “Herr”, sprach er vorsichtig, so vorsichtig ein Barbar es eben sagen konnte, “Entschuldigt, dass ich Euch in Eurer Trauer störe, aber was geht hier vor? Hat das etwas mit Tyrael zu tun?” Als der Name des Erzengels fiel, drehte der Himmelsdiener sein Haupt. Ein durchdringender Blick traf den Kämpfer, er hatte das Gefühl, als könne der Engel geradewegs in seine Seele blicken. “Wulf, Sohn des Teckel” ,sprach er, “Hört mich an” Während er die Worte verlauten ließ, richtete er sich auf. Er stand in voller und glorreicher Größe vor dem Barbaren. Seine Flügel entfalteten sich, und bewegten sich nun leicht im Wind des Eishochlandes. Voller Ehrfurcht lauschte Wulf den Worten, die wie Musik aus einem fremden und exotischen Land klang: “Mein Name ist Morgael. Ich bin einer der letzten Engel des Guten. Schreckliche Dinge geschahen, seit Du die Herren der Hölle vernichtet hast. Was ich Dir nun schildern werde, tue ich aus gutem Grunde. Du warst es, der die Welt vom Übel befreitest und somit bist Du ein Mitverantwortlicher der nun eingetretenen Ereignisse, die sich im Himmel auftaten.” Mitverantwortlich, dieser Gedanke gefiel Wulf ganz und gar nicht. Er ging hinaus um Gutes zu tun, er nahm all die Pein und Qual der letzten Monate nur aus diesem Grund auf sich, und nun soll dies Tat für das was gerade geschah, der Auslöser gewesen sein. Doch bevor der diesen Gedanken weiterspinnen konnte, unterbrach ihn Morgael, als hätte er seine Gedanken gelesen. “Seit Euch keiner Schuld bewusst, edler Recke, niemand konnte diese Folgen vorhersehen. Ihr habt nur das getan, was jeder mutige und unerschrockene Held getan hätte. Doch nun lauscht, was sich begab. Wie Ihr vielleicht wisst, gab es immer ein Gleichgewicht der Kräfte. Das Gute wog das Böse auf, und vice versa. Des weiteren wirst Du vielleicht wissen, dass Nekromanten wie auch Druiden nach diesem Prinzip des Gleichgewichts leben, es ist sozusagen Inhalt Ihrer Philosophie. Durch die vollständige Zerstörung der drei höchsten Erzdämonen und der Reinigung Ihrer Diener auf Erden, wurde dieses Gleichgewicht bis ins Mark erschüttert. Doch trotz dieser extremen Verlagerung, war den Druiden und Nekromanten bewusst, dass wenn die Vernichtung nicht geschehen wäre, es nun vermutlicherweise gar kein Leben mehr im Himmel wie auf Erden gebe, dass es ob dieses Gleichgewichts zu schützen gälte, und somit fügten sie sich diesem Fakt. Bis auf einen, H’largh Turasil. Ein sehr alter und sehr mächtiger Nekromant, von dessen Kunst selbst die Vizjerei mit Ehrfurcht sprechen. Der Name H’largh Turasil taucht selbst in den Aufzeichnung von Horazon, dem mächtigen Bruder Bartucs, von dem Ihr zweifelsfrei schon gehört habt, auf. Dieser Nekromant, ist besessen vom Gleichgewichts- prinzip. Nun, wie dem auch sei. Wir wissen nicht wie er es vollbrachte, jedenfalls hat er es geschafft, mehr als die Hälfte von uns zum Bösen zu konvertieren. Jene, die von diesem Fluch, so will ich es mal nennen, befallen wurden, änderten nicht nur Ihr Aussehen sondern veränderten ihren gesamten Charakter. Dann brach der Krieg los. Tausende dieser gefallenen Engel rotteten sich zusammen um eine Schlacht zu entfachen, die der Himmel noch nie gesehen hatte. Doch der Himmel ist diesen Verfluchten nicht genug, sie wollen nun auch auf Erden morden und töten. Wie Du hörst, edler Barbar, der Kampf, den Du begannst, ist noch nicht vorüber… er steuert geradewegs erst auf seinen Höhepunkt zu. Die Erzdämonen, mögen vernichtet sein, doch nun bedroht ein weiteres Übel die Welt: H’largh Turasil. Wenn dieser nicht aufgehalten wird, wird alles wofür Du gekämpft hast, alles was Du geopfert hast, umsonst gewesen sein.” Der Barbar, der die ganze Zeit über den Worten des Engel lauschte, war völlig fassungslos, nein, nicht nur fassungslos, er war niedergeschlagen. Wie war das nur möglich, das Böse war doch besiegt, er hatte es mit eigenen Augen fallen sehn, und nun…war alles umsonst? Er war müde, er war ausgelaugt. Die ganzen Strapazen der letzten Monate, schienen nun wie auf einen Schlag auf ihn nieder zu gehen. Er war nicht mehr in der Lage, es ein zweites Mal mit Horden von Dämonen aufzunehmen, auch wenn es sich diesmal um infernale Engel handelte, was die Sache nicht gerade aussichtsreicher gestaltete. Er wollte einfach nur schlafen, schlafen und alles um ihn herum vergessen. “Verzweifelt nicht, Held von Harrogath, Du wirst nicht alleine in diese Schlacht ziehen. Es stehen noch Herscharen von güldenen Engeln in Kampfbereitschaft. Auch wir sind nicht unvorbereitet. Auch wenn just schon viele Schlachten im Gange sind, und die schwarzen Engel den Eindruck gewinnen könnten, sie hätten bereits den Sieg zum Greifen nahe, so ist es doch so, dass wir nur überrascht wurden. Wir werden nun den Himmel verlassen um gegen die Horden des H’largh Turasil anzutreten, so wie es vielerorts schon geschieht. Auch wenn Lut Gholein bereits fiel und Kingsport schwer umkämpft ist, so hab ich Hoffnung, dass das Gute dieser Welt sich wehren wird.” “Lut Gholein fiel”, brach es aus Wulf hervor. Er erinnerte sich noch gut an die Wüstenstadt. Er verbrachte dort einige Tage mit Shiitora bevor er mit Ihr Duriel niederrang. Wenn selbst die gut befestigte und mächtige Wüstenstadt Lut Gholein fiel, wie sollte er dann auch nur das geringste gegen diese Horden unternehmen. “Wie ich schon erwähnte”, fuhr Morgael fort, “Wir werden an Eurer Seite kämpfen. Wie werden Euch ausrüsten, ausrüsten mit Waffen und Rüstungen die bisher nur den Himmelswesen vorbehalten waren, Eure Magier werden in göttlicher Magier unterrichtet, Magie und Macht, von denen Eure Vizjerei nur zu träumen wagten. Unsere besten Kämpfer werden Euch in die Kampfweise des Elysiums einweisen und tausende von Nephilim werden Euch ebenfalls im Kampfe als Söldner beiseite stehen. Eure Aufgabe wird es nun sein, H’largh Turasil ausfindig zumachen und die Welt von Ihm zu befreien. Den einzigsten Hinweis den wir über seinen Aufenthaltsort haben, erfuhren wir aus den Schriften Horazons. Dort steht geschrieben, dass Horazon den Nekromanten bei einer seiner vielen Reisen besuchte. Der Vizjerei beschrieb einen alten Tempel an der Quelle des Flusses Argentek unterhalb von Scosglen. Das Gebiet müsste Euch ja mehr als bekannt sein von Eurem Kampf mit Mephisto. Doch bevor Ihr loszieht, begleitet mich ins Elysium. Dort werdet Ihr Erfrischung finden, und wir werden Euch mit Ausrüstung und Proviant versorgen. Andere Recken haben sich dort auch schon versammelt, auf dass die Chance auf einen Erfolg gemehrt werden kann. Auch könnt Ihr Euch dort von den Fähigkeiten der Nephilim als Söldner einen Eindruck verschaffen und auch sogleich einen für Euch gewinnen. Doch nun auf, das Böse schreitet mit schnellen Schritten voran, und uns bleibt nicht mehr viel Zeit.” Die letzten Worte kaum gesprochen, rezitierte der Seraph auch schon leise in der Sprache des Himmels Worte, die dem Barbaren völlig unbekannt waren. Doch schon mit Beendigung der Litanei, war Wulf klar, was die Worte bewirkten. Ein Portal, goldschimmernd und von wohliger Wärme öffnete sich vor den Beiden. Morgael schritt auf es zu und deutete, dass er Ihm folgen solle. Wulf trat durch den güldnen Schimmer und hinter ihm schloss sich das Portal.

Epilog

Dunkel und kalt ist es in den Gemäuern. Die Wände sind mit Moos bewachsen, und erzeugen einen grünlichen Schimmer, da sie das fahle Licht einer Kerze reflektieren. Im hinteren Teil dieser Gruft, steht ein alter Sekretär, der über und über mit Schriftrollen beladen ist. Hinter diesem sitzt eine Gestalt. Aufgrund der schwarzen Robe, sind kaum mehr als Umrisse zu erkennen. Ausser dem leisen Tropfen von Sickerwasser, durchbricht nur das klickende Geräusch einer Feder, die von Zeitz zu Zeit in ein Tintenfass aus Obsidian getaucht wird, die gespenstische Stille. Plötzlich, Schritte. Die in schwarz gehüllte Gestalt scheint diese entweder nicht gehört zu haben, oder sie kümmern sie nicht. Der Verursacher der Schritte tritt vor den Schreibtisch des Verhüllten. Der Schein schwarzverschlierter, leuchtender Flügel erhellen nur leicht den Raum, ganz so, als verwehre sich der Raum gegen jegliche Illumination. Der Geflügelte kniet nieder und spricht: “Meister, sie bereiten sich vor. Bereits zu dieser Stunde sind ein Handvoll Gruppen auf dem Weg hierher. Ihr müsst…” “Schweigt! Ich muss gar nichts” Die Gestalt hinter dem Berg von Schriftrollen erhebt sich. “Sie werden vernichtet werden, so wie auch das Triumvirat vernichtet wurde. Lasst sie kommen… Sie werden tot sein, bevor sie auch nur in die Nähe dieses Tempels gelangen, dafür werden meine Horden schon sorgen. Geht nun, bereitet alles vor und lasst mich allein!” Schweigend, schreitet der dunkle Engel von dannen. Er vernimmt noch eines, als er sich dem Ausgang nähert. “Wunderbar, alles verläuft genauso wie es geplant war”, gefolgt von einem Lachen, dass den Seraph nur zu einem animierte, seinen Gang zu beschleunigen.

 

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